Dach-Glossar A–Z

Fachbegriffe rund um Dach, Dämmung und Eindeckung, kurz erklärt und mit Verweisen auf passende Beiträge.

A

Abnahme
Mit der Abnahme erklärt der Auftraggeber, das Werk im Wesentlichen als vertragsgemäß anzunehmen.
Abschlagszahlung
Abschlagszahlungen sind Teilzahlungen nach Baufortschritt, die bei Verbraucherbauverträgen gesetzlich begrenzt sind.
Anschlussblech
Ein Anschlussblech dichtet den Übergang zwischen Dachfläche und aufgehendem Bauteil wie Wand oder Schornstein ab.
Asbest
Asbest ist ein gesundheitsschädlicher Faserstoff, der in älteren Faserzement-Dachplatten und -Wellplatten enthalten sein kann.
Attika
Die Attika ist die aufgemauerte oder aufgebaute Dachrandabdeckung, die ein Flachdach umschließt.
Aufdach-Photovoltaik
Bei der Aufdachanlage sind Solarmodule auf Haken und Schienen über der vorhandenen Eindeckung montiert.
Aufmaß
Das Aufmaß ist die Vermessung des Daches mit Flächen, Neigungen, Kanten und Besonderheiten als Grundlage für Planung und Angebot.
Aufsparrendämmung
Bei der Aufsparrendämmung liegt die Dämmung oberhalb der Sparren und bildet eine durchgehende Dämmebene.

B

BAFA
Das BAFA ist die Behörde, bei der Zuschüsse für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und die Energieberatung beantragt werden.
Bagatellgrenze
Die Bagatellgrenze nimmt geringfügige Änderungen an Bauteilen von den Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes aus.
Bebauungsplan
Der Bebauungsplan legt fest, wie ein Grundstück bebaut werden darf, und kann Vorgaben zu Dachform, Neigung und Material machen.
BEG – Bundesförderung für effiziente Gebäude
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bündelt Zuschüsse und Kredite für energetische Sanierungen, darunter Dach und Gebäudehülle.
Betondachstein
Betondachsteine sind Dacheindeckungen aus Zementbeton und eine verbreitete Alternative zum Tonziegel.
Biberschwanz
Der Biberschwanz ist ein flacher, kleinformatiger Tonziegel, der in dichter Überdeckung verlegt wird.
Bitumenschindel
Bitumenschindeln sind kleinformatige, bitumengetränkte Dachbahnen mit Granulat, die genagelt oder geklebt werden.
Blitzschutz
Blitzschutz leitet Blitzströme über Fangeinrichtungen und Ableitungen sicher in die Erde ab.
Blower-Door-Test
Der Blower-Door-Test misst, wie luftdicht ein Gebäude ist, indem ein Ventilator Über- oder Unterdruck erzeugt.
Brandverhalten
Das Brandverhalten beschreibt, ob und wie ein Baustoff brennt, und wird in Klassen wie A1 oder B2 angegeben.

D

Dachdecker
Dachdecker sind Handwerker für Eindeckung, Abdichtung, Dämmung und Anschlüsse am Dach.
Dachflächenfenster
Ein Dachflächenfenster liegt in der Neigung der Dachfläche und belichtet den Dachraum von oben.
Dachgaube
Eine Dachgaube ist ein Dachaufbau mit senkrechtem Fenster, der Licht und Raum im Dachgeschoss schafft.
Dachhaut
Die Dachhaut ist die äußere wasserführende Schicht des Daches, also Eindeckung oder Abdichtung.
Dachinspektion
Die Dachinspektion ist die Sichtprüfung des Daches auf Schäden, Alterung und Wartungsbedarf.
Dachneigung
Die Dachneigung gibt den Winkel der Dachfläche zur Waagerechten in Grad an.
Dachrechner
Der Dachrechner von DEUTSCHE DACHWERKE liefert online eine erste Kosteneinschätzung für Ihre Dachsanierung.
Dachreparatur
Eine Dachreparatur behebt eine einzelne Schadstelle, etwa gebrochene Ziegel oder undichte Anschlüsse.
Dachrinne
Die Dachrinne fängt das Regenwasser an der Traufe auf und leitet es zum Fallrohr.
Dachsanierung
Dachsanierung bezeichnet die umfassende Instandsetzung oder Erneuerung eines Daches, meist mit neuer Eindeckung und oft mit Dämmung.
Dachstuhl
Der Dachstuhl ist das tragende Holzgerüst des Daches aus Sparren, Pfetten, Balken und Streben.
Dachüberstand
Der Dachüberstand ist der Teil der Dachfläche, der über die Außenwand hinausragt und die Fassade vor Regen schützt.
Dachziegel
Dachziegel aus gebranntem Ton oder Lehm, kurz Tonziegel, gehören zu den klassischen Eindeckungen.
Dämmstoff
Dämmstoffe verringern den Wärmefluss durch ein Bauteil und gibt es aus mineralischen, pflanzlichen und synthetischen Rohstoffen.
Dampfbremse
Die Dampfbremse liegt raumseitig der Dämmung und begrenzt, wie viel Feuchte aus der Raumluft in das Dach gelangt.
Denkmalschutz
Denkmalschutz verlangt für Veränderungen an geschützten Gebäuden, auch am Dach, eine Erlaubnis der Denkmalbehörde.
Diffusionsoffen
Diffusionsoffene Baustoffe lassen Wasserdampf leicht hindurch und können so Feuchte nach außen abgeben.
Doppeldeckung
Bei der Doppeldeckung werden flache Dachziegel so verlegt, dass jede Stelle von zwei Ziegellagen bedeckt ist.
Drempel
Der Drempel ist die aufgehende Außenwand im Dachgeschoss oberhalb der Geschossdecke bis zum Sparrenansatz.
Durchdringung
Eine Durchdringung ist jedes Bauteil, das die Dachhaut durchstößt, etwa Schornstein, Lüfter, Antennenmast oder PV-Halterung.

E

Einblasdämmung
Bei der Einblasdämmung wird loser Dämmstoff maschinell in Hohlräume des Daches oder der Decke geblasen.
Eindeckung
Die Eindeckung ist die äußere Schicht des geneigten Daches aus Ziegeln, Steinen, Schiefer, Platten oder Metall.
Elementarschaden
Elementarschäden sind Schäden durch Naturgefahren wie Starkregen, Überschwemmung oder Erdrutsch, die oft eine Zusatzversicherung brauchen.
Energieausweis
Der Energieausweis beschreibt die energetische Qualität eines Gebäudes und ist bei Verkauf und Vermietung vorzulegen.
Energieberatung
Die geförderte Energieberatung für Wohngebäude erstellt ein Konzept und kann einen iSFP umfassen.
Energieeffizienz-Experte
Energieeffizienz-Experten sind für Förderprogramme des Bundes gelistete Fachleute, die Maßnahmen planen, bestätigen und begleiten.
Engobe
Eine Engobe ist eine dünne, vor dem Brand aufgetragene Tonschicht, die Dachziegeln eine matte Farbe und Oberfläche gibt.
Entsorgung
Die Entsorgung umfasst Transport und fachgerechte Verwertung oder Beseitigung des Rückbaumaterials.
EPS
EPS ist expandiertes Polystyrol, ein leichter, preiswerter Hartschaum, der meist als Platte verbaut wird.
Ergänzungskredit
Der Ergänzungskredit der KfW finanziert zusätzlich zur Bundesförderung bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten.

F

Fallrohr
Das Fallrohr leitet das Wasser aus der Dachrinne senkrecht zur Entwässerung am Boden ab.
Falzziegel
Falzziegel haben seitliche und obere Falze, mit denen sie ineinandergreifen und eine regensichere Fläche bilden.
Faserzement
Faserzement ist ein Verbundwerkstoff aus Zement und Fasern, der als Dachplatte oder Wellplatte eingesetzt wird.
First
Der First ist die oberste waagrechte Kante des Daches, an der sich zwei Dachflächen treffen.
Firstziegel
Firstziegel sind Formziegel, die den First und die Grate des Daches abdecken.
Flachdach
Das Flachdach hat nur eine sehr geringe Neigung und wird mit Bahnen oder Beschichtungen abgedichtet.
Förderfähige Ausgaben
Förderfähige Ausgaben sind die Kosten, auf die sich der Fördersatz bezieht, einschließlich notwendiger Umfeldmaßnahmen.

G

Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) war das frühere Regelwerk für den Energiebedarf von Gebäuden und wurde durch das GModG abgelöst.
Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) hat das Gebäudeenergiegesetz abgelöst und regelt energetische Anforderungen an Gebäude.
Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
Die Gefahrstoffverordnung regelt den Umgang mit gefährlichen Stoffen, darunter Asbest, bei Arbeiten an Gebäuden.
Gerüst
Das Gerüst sichert Dacharbeiten gegen Absturz und ermöglicht den Zugang zu Traufe und Dachfläche.
Gewährleistung
Gewährleistung bezeichnet Ihre Ansprüche, wenn die Dacharbeit Mängel hat, etwa Nacherfüllung oder Minderung.
Grat
Ein Grat ist die nach außen gerichtete Kante, an der zwei geneigte Dachflächen zusammentreffen, zum Beispiel beim Walmdach.
Gründach
Ein Gründach ist ein Dach mit Pflanzenschicht über einer Abdichtung, die Regenwasser zurückhält und das Gebäude schützt.

H

Hagelschaden
Ein Hagelschaden ist eine Beschädigung von Dach und Fassade durch Hagelkörner, etwa Risse, Dellen oder Oberflächenschäden.
Hammerschlags- und Leiterrecht
Das Hammerschlags- und Leiterrecht verpflichtet Nachbarn unter Bedingungen, das Betreten ihres Grundstücks für Bauarbeiten zu dulden.
Hinterlüftung
Hinterlüftung ist ein durchströmter Luftraum unter der Eindeckung, der Feuchte abführt und die Dachhaut trocken hält.
Hohlpfanne
Die Hohlpfanne ist ein Tonziegel mit gewölbtem Querschnitt, der im Verband verlegt wird.
Holzfaserdämmplatte
Holzfaserplatten sind Dämmplatten aus zerfaserten Hölzern, die diffusionsoffen sind und auch sommerlichen Wärmeschutz verbessern.
Holzschutz
Holzschutz verhindert oder beseitigt Schäden am Dachstuhl durch Feuchte, Pilze und Insekten.

I

Indach-Photovoltaik
Bei der Indach-Photovoltaik ersetzen Solarmodule die Eindeckung und bilden selbst die wasserführende Dachhaut.
Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)
Der iSFP ist ein Gutachten eines Energieeffizienz-Experten, das Sanierungsschritte für ein Gebäude in sinnvoller Reihenfolge darstellt.
Instandhaltung
Instandhaltung umfasst Inspektion, Wartung und Instandsetzung, um den Zustand eines Bauteils zu erhalten.

K

Kaltdach
Beim Kaltdach liegt über der Dämmung ein durchlüfteter Luftraum, der Feuchte abführt.
Kehlbalken
Der Kehlbalken ist ein waagrechter Balken, der gegenüberliegende Sparren im oberen Drittel verbindet und aussteift.
Kehle
Eine Kehle ist die nach innen gerichtete Rinne, in der zwei Dachflächen zusammenlaufen und das Wasser abführen.
KfW
Die KfW ist die Förderbank des Bundes und bietet Ergänzungskredite zur Bundesförderung für Einzelmaßnahmen.
Konterlattung
Die Konterlattung sind Latten, die senkrecht zur Traufe über den Sparren liegen und die Lattung der Eindeckung tragen.
Krüppelwalmdach
Das Krüppelwalmdach ist ein Satteldach, dessen Giebelspitze durch eine kleine abgewalmte Fläche abgeschnitten ist.
Kumulierung
Kumulierung bezeichnet das Zusammentreffen mehrerer Förderungen für dieselbe Maßnahme, das nur begrenzt zulässig ist.

L

Landesbauordnung
Die Landesbauordnungen regeln, ob für Bauvorhaben wie Dacharbeiten eine Genehmigung nötig ist.
Lattung
Die Lattung besteht aus waagrechten Holzlatten auf der Konterlattung, auf denen die Dachziegel oder Dachsteine eingehängt werden.
Leistungsverzeichnis
Das Leistungsverzeichnis beschreibt alle Leistungen eines Angebots mit Menge, Material und Ausführung.
Luftdichtheit
Luftdichtheit bedeutet, dass durch die Gebäudehülle keine unkontrollierte Luft strömt.
Lüftungsziegel
Lüftungsziegel sind Formziegel mit Öffnungen, die Luft in oder aus dem Dachraum führen.

M

Mansarddach
Das Mansarddach hat zwei unterschiedlich steile Flächen je Seite und bietet viel Raum im Dachgeschoss.
Meisterbetrieb
Ein Meisterbetrieb wird von einem Handwerksmeister geleitet, der die Ausbildung und Verantwortung für die Ausführung trägt.
Mindestdachneigung
Die Mindestdachneigung ist die Grenze, die auch mit Zusatzmaßnahmen nicht unterschritten werden darf.
Mindestwärmeschutz
Der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 verhindert Schimmel und Tauwasser durch einen Mindestwiderstand gegen Wärmedurchgang.
Mineralwolle
Mineralwolle ist ein faseriger Dämmstoff aus Stein oder Glas und gehört zu den nichtbrennbaren Dämmstoffen.
Mönch und Nonne
Mönch und Nonne bezeichnet eine Deckungsart aus halbrunden Ober- und Unterschalen im Wechsel.
Moos und Algen
Moos und Algen wachsen auf feuchten, verschatteten Dachflächen und zeigen Dauerfeuchte an.

N

Nachrüstpflicht
Die Nachrüstpflicht verlangt von Eigentümern, zugängliche oberste Geschossdecken ohne Mindestwärmeschutz zu dämmen.
Nachtrag
Ein Nachtrag ist eine zusätzliche oder geänderte Leistung, die über das ursprüngliche Angebot hinausgeht.
Naturschiefer
Naturschiefer ist ein gespaltenes Naturgestein, das als langlebige Dacheindeckung und Fassadenbekleidung dient.
Neueindeckung
Bei der Neueindeckung wird die alte Dachdeckung entfernt und durch eine neue ersetzt.
Notdach
Ein Notdach oder eine Notsicherung schützt ein beschädigtes Dach vorübergehend vor Regen und weiteren Schäden.
Notentwässerung
Die Notentwässerung ist ein zusätzlicher Überlauf, der bei Starkregen das Wasser vom Dach abführt, wenn die Hauptentwässerung nicht reicht.
Nutzungsdauer
Die Nutzungsdauer gibt an, wie lange ein Bauteil rechnerisch seine Funktion erfüllt, und ist keine Garantie.

O

Oberste Geschossdecke
Die oberste Geschossdecke trennt das beheizte Geschoss vom unbeheizten Dachraum und wird häufig nachträglich gedämmt.
Ordnungswidrigkeit
Bestimmte Verstöße gegen das Gebäudemodernisierungsgesetz gelten als Ordnungswidrigkeit und können mit Bußgeld geahndet werden.
Ortgang
Der Ortgang ist der seitliche Abschluss der Dachfläche am Giebel.

P

Pfette
Eine Pfette ist ein waagrechter Balken im Dachstuhl, der die Sparren unterstützt und Lasten auf Stützen oder Wände leitet.
Pfettendach
Beim Pfettendach tragen waagrechte Pfetten die Sparren, die Lasten laufen über Stützen in die Wände.
Photovoltaik
Photovoltaik wandelt Sonnenlicht mit Solarmodulen in elektrischen Strom um.
PIR/PUR-Hartschaum
PIR- und PUR-Hartschaum sind Kunststoffdämmstoffe mit sehr niedriger Wärmeleitfähigkeit und deshalb geringer Dicke.
Projektmanager
Der Projektmanager prüft Ihre Angaben und Fotos und bereitet das Leistungsangebot vor.
Pultdach
Das Pultdach hat nur eine geneigte Fläche, die an einer Seite höher liegt.

R

Reetdach
Ein Reetdach ist eine Eindeckung aus gebündeltem Schilfrohr, die vor allem in Norddeutschland verbreitet ist.
Regeldachneigung
Die Regeldachneigung ist die Mindestneigung, bei der eine Eindeckung ohne zusätzliche Maßnahmen als regensicher gilt.
Rückbau
Der Rückbau umfasst das Entfernen der alten Eindeckung, Lattung und gegebenenfalls Unterdeckung und Dämmung.

S

Satteldach
Das Satteldach besteht aus zwei gegeneinander geneigten Dachflächen, die sich im First treffen.
Schalung
Die Schalung ist eine flächige Bretterlage über den Sparren, die als Untergrund für Abdichtung oder Eindeckung dient.
Schaumglas
Schaumglas ist ein nichtbrennbarer, wasser- und dampfdichter Dämmstoff aus aufgeschäumtem Glas.
Schneefang
Ein Schneefang hält Schnee auf der Dachfläche zurück und verhindert, dass er als Lawine abrutscht.
Schneelast
Schneelast ist das Gewicht des Schnees auf dem Dach, das Dachstuhl und Konstruktion tragen müssen.
Schornsteinanschluss
Der Schornsteinanschluss ist die wasserdichte Verbindung zwischen Schornstein und Dachhaut mit Blechen und Dichtbändern.
Schornsteinfeger
Der Schornsteinfeger prüft Abgasanlagen und berät zu Brandschutz und Feuerstätten.
sd-Wert
Der sd-Wert gibt an, wie dick eine ruhende Luftschicht wäre, die denselben Widerstand gegen Wasserdampf bietet wie die Bauteilschicht.
Sheddach
Das Sheddach besteht aus mehreren aneinandergereihten Pultdächern mit steiler Lichtfläche.
Solardachziegel
Solardachziegel sind Dachziegel mit integrierten Solarzellen, die gleichzeitig eindecken und Strom erzeugen.
Sommerlicher Wärmeschutz
Sommerlicher Wärmeschutz verhindert, dass sich Räume unter dem Dach im Sommer stark aufheizen.
Sparren
Sparren sind die geneigten Balken des Dachstuhls, die vom First zur Traufe verlaufen und die Dachhaut tragen.
Sparrendach
Beim Sparrendach bilden zwei gegeneinander geneigte Sparren mit einem Querbalken ein stabiles Dreieck.
Spitzboden
Der Spitzboden ist der Raum unter dem First oberhalb der Dachgeschossdecke, oft nur als Stauraum genutzt.
Stehfalzdeckung
Die Stehfalzdeckung ist eine Metalldeckung, bei der Bahnen an den Längsseiten zu aufrechten Falzen verbunden werden.
Steuerermäßigung nach § 35c EStG
Die Steuerermäßigung nach § 35c EStG ermöglicht Eigentümern, Sanierungskosten für selbst genutzte Wohnobjekte von der Steuerschuld abzuziehen.
Sturmklammer
Sturmklammern halten Dachziegel zusätzlich fest und verhindern, dass Wind sie abhebt.
Sturmschaden
Ein Sturmschaden ist eine Beschädigung am Gebäude durch Windkräfte, etwa abgedeckte Ziegel oder aufgerissene Firstabdeckungen.

T

Tauwasser
Tauwasser entsteht, wenn warme feuchte Luft an kalten Bauteilen abkühlt und Wasser abgibt.
Technische Projektbeschreibung (TPB)
Die Technische Projektbeschreibung beschreibt die geplante Maßnahme und liefert die TPB-ID, die für den Förderantrag nötig ist.
Teilsanierung
Eine Teilsanierung erneuert nur einen Teil des Daches, zum Beispiel eine Dachfläche, einen Anbau oder eine Gaube.
Tonnendach
Das Tonnendach hat einen gewölbten Querschnitt und überspannt den Raum in einem Bogen.
Trapezblech
Trapezblech ist ein profiliertes Stahl- oder Aluminiumblech, das häufig auf Hallen, Garagen und Nebengebäuden eingesetzt wird.
Traufblech
Das Traufblech leitet das Wasser vom Dach in die Rinne und schützt die Traufbohle vor Feuchte.
Traufe
Die Traufe ist die untere Kante des Daches, an der das Regenwasser abläuft und in die Dachrinne gelangt.
TRGS 519
Die TRGS 519 ist die Technische Regel für Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit Asbest.

U

U-Wert
Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme ein Bauteil je Quadratmeter bei einem Grad Temperaturunterschied durchlässt. Kleiner ist besser.
Überdeckung
Die Überdeckung ist das Maß, um das sich Dachziegel oder Dachsteine in einer Reihe übereinander legen.
Unterdeckung
Die Unterdeckung ist die zweite wasserführende Ebene unter der Eindeckung und leitet eingedrungenes Wasser ab.
Untersparrendämmung
Die Untersparrendämmung ergänzt die Zwischensparrendämmung durch eine weitere Dämmschicht raumseitig unter den Sparren.

V

Verbraucherbauvertrag
Der Verbraucherbauvertrag ist ein Vertrag über Neubau oder erhebliche Umbauten an einem Gebäude, für den besondere Schutzregeln gelten.
Verfahrensfreiheit
Verfahrensfrei sind Bauvorhaben, für die keine Baugenehmigung nötig ist, die aber das materielle Baurecht einhalten müssen.
Verwahrung
Eine Verwahrung ist die handwerkliche Abdichtung eines Anschlusses am Dach, meist aus Blech.
Verwendungsnachweis
Mit dem Verwendungsnachweis weisen Sie gegenüber dem BAFA nach, dass die geförderte Maßnahme umgesetzt und bezahlt wurde.
Vorhabenbeginn
Als Vorhabenbeginn gilt bei der Bundesförderung der Abschluss des Liefer- oder Leistungsvertrags, nicht erst der Baustart.

W

Walmdach
Das Walmdach hat vier geneigte Flächen und keine Giebel, die Dachflächen laufen an den Schmalseiten ebenfalls schräg zu.
Warmdach
Beim Warmdach liegt die Dämmung unmittelbar unter der Dachhaut und es gibt keinen belüfteten Hohlraum.
Wärmebrücke
Eine Wärmebrücke ist eine Stelle der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen fließt als in der Umgebung.
Wärmeleitfähigkeit (λ)
Die Wärmeleitfähigkeit λ beschreibt, wie gut ein Stoff Wärme leitet. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt der Stoff.
Wärmeleitgruppe (WLG)
Die Wärmeleitgruppe ordnet Dämmstoffe nach ihrer Wärmeleitfähigkeit in Stufen wie 035 oder 040 ein.
Wechsel
Ein Wechsel ist ein quer eingebauter Balken, der eine Öffnung im Dach rahmt und die unterbrochenen Sparren abfängt.
Werkvertrag
Der Vertrag mit dem Dachdeckerbetrieb ist im Regelfall ein Werkvertrag, bei dem ein Erfolg geschuldet wird.
Widerrufsrecht
Verbraucher können Verträge, die an der Haustür oder im Fernabsatz geschlossen wurden, innerhalb von 14 Tagen widerrufen.
Windsog
Windsog ist die Kraft, mit der Wind Dachteile anhebt und abreißen kann.
Wohngebäudeversicherung
Die Wohngebäudeversicherung deckt Schäden am Gebäude, meist durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel.

X

XPS
XPS ist extrudiertes Polystyrol, ein druckfester, wasserunempfindlicher Dämmstoff für Umkehrdächer und Sockel.

Z

Zellulosedämmung
Zellulosedämmung besteht aus aufbereitetem Altpapier, das als Flocken in Hohlräume eingeblasen wird.
Zeltdach
Das Zeltdach hat Flächen, die an einem Punkt in der Spitze zusammenlaufen, meist über quadratischem Grundriss.
Zimmerer
Der Zimmerer, früher Zimmermann, fertigt und repariert hölzerne Tragwerke wie den Dachstuhl.
Zink
Zink ist ein Metall für Dachdeckungen, Rinnen, Verwahrungen und Anschlussbleche.
Zuwendungsbescheid
Der Zuwendungsbescheid ist die Entscheidung des BAFA über den Förderantrag und legt den Bewilligungszeitraum fest.
Zweckbindung
Zweckbindung bedeutet, dass geförderte Bauteile für einen festgelegten Zeitraum zweckentsprechend genutzt werden müssen.
Zwischensparrendämmung
Bei der Zwischensparrendämmung füllt der Dämmstoff die Gefache zwischen den Sparren.